Men├╝ ├╝berspringen

Geschichte

Die Eintragung in der Telfer Chronik des "Alpinen Vereins der Bergsöhne" im 20er Jahr ist kurz und bündig:

"Das Mitglied Wackerle Hermann kaufte ein paar Schi um 110.000 Kronen. Er erklärte dem Verein, dass er bereit wäre die Schi um denselben Preis dem Verein zu verkaufen, falls sie der Verein will. Es wurde beschlossen, die Schi für den Verein zu kaufen. Ein Stück Telfer Schigeschichte vom Verein der Bergsöhne, aus dem zwölf Jahre später der Schiklub Telfs hervorgegangen ist. Als Gründungsdatum gilt der 10. Dezember 1932. Getagt und beschlossen wurde damals im Gasthaus "Traube". 23 Sportbegeisterte wählten Max Wackerle zu ihrem Obmann, der zu einem Telfer Pionier des Schilaufs werden sollte. Damen suchte man übrigens unter den Gründungsmitgliedern vergebens.

Vom Schisport in Telfs war allerdings schon knapp nach der Jahrhundertwende die Rede. Max Wackerle erzählte in seinen Aufzeichnungen, dass in Telfs schon vor dem ersten Weltkrieg "zwei Paar Schi gewesen sein sollen." Über die Anfänge hinaus kam das "Schneerutschen" erst nach dem Kriegsende. Aus den Heeresbeständen der "Schneeschuh-Abteilungen in den Dolomiten" wurden die Schi zusammengekauft. Max Wackerle erinnerte sich, dass es später zwanzig Paar gewesen sein sollen. Es waren Eschenbretter, brettl eben, mit Bilgeri-Bindung, einem zwei Meter langen Stock und ein Stück Schiwachs, das wie Seife ausschaute. Die Übungswiese war beim Klausbach und den schibegeisterten Mitgliedern des Vereins der Bergsöhne forderte es schon eine Mordsschneid ab, den Riesenbichl ohne Sturz durchzufahren.

Richtig entdeckt wurde der Spaß am Schifahren, als die Bergsöhne-Hütte und das durch einen Brand zerstörte Alplhaus 1925 feierlich eingeweiht wurden. Das Alpl wurde zum Tummelplatz der Wintersportler.

Die Abfahrten müssen damals abenteuerlich gewesen sein. Max Wackerle schilderte sie so: "Die Abfahrten gingen durch steile Hohlwege, die durch umgeworfene Baumstämme und Schneeverwehungen erschwert wurden. Gebremst und gelenkt wurde Anfang der 30er Jahre noch mit einem Stock. Von Schirennen am Arlberg und in der Schweiz wusste man in Telfs nur vom Hörensagen. Nur über eines waren die alten Telfer Schifahrer nicht glücklich. Eine Chronik vermerkt: "Nur etwas wurmte die Schisportler. Es gab noch keine Schihaserln im Alpl. Noch nicht.

Erstmals tauchte dann das schwache Geschlecht im Jänner 1929 bei einem Rodelrennen vom Strassberg bis zum Emat auf. 204 Teilnehmer waren mit von der Partie. Die Sieger sind bekannt. Bei den Damen lag Marina Hellriegl vor Ida Kirchmair in Front, bei den Herren Kunibert Hellriegl vor Anton Kleinheinz.

Das erste Telfer Schirennen wurde im Feber 1929 ausgerichtet. Veranstalter waren wieder die "Bergsöhne". Sechs Kilometer lang zog sich die Strecke vom Mittagstein im Alpl bis Lehen. Der Tag war windig und es schneite unaufhörlich. Wie Geistermänner stiegen die Schisportler zum Start auf. Bei der Abfahrt wurde die Sicht besser. Zur Zeitnehmung dienten einfach abgestimmte Taschenuhren. Und wieder hieß der Chronist Max Wackerle: "Es war wirklich eine tolle Sache, der Hohlweg von Strassberg bis Lehen war total zugeweht und man spürte nur manchmal, dass es abwärts ging. Alle waren heilfroh, dass man ohne Unfall in Lehen in der warmen Stube saß. Auf das Siegerstockerl kamen Kúnibert Hellriegl vor Anton Klieber und Max Wackerle. Über die Siegerzeit stand nichts geschrieben. Im Sommer 1932 machten sich dann ein paar rührige Telfer Gedanken über die Gründung eines eigenen Schiklubs. Uns so kam es dann am 10. Dezember 1932 zu dem denkwürdigen Treffen im Gasthof "Traube".

Die Stimmung bei der Versammlung wird als gut beschrieben, doch mit der Gründung des Schiklubs kam man nicht richtig voran. Das Geld war in diesen Zeiten mehr als knapp. Die Summe für die Anmeldung des Vereins bei den Behörden war nicht aufzutreiben. Zusätzlich musste es schon damals bei den Ämtern nicht allzu eilig zugegangen sein. Max Wackerle meinte: "Der Weg zu den Behörden war dornenvoll und eine Entscheidung über polizeiliche Anerkennung des Vereins vielleicht im Frühjahr zu erwarten."

So setzten wiederum die "Bergsöhne" Taten. Aus alten handschriftlichen Aufzeichnungen geht hervor, dass sich die Vorstandsmitglieder um fünf Tage später, also am 15. Dezember 1932, wieder in der "Traube" zu einer Sitzung trafen. Sie entschieden, im Rahmen ihres Vereins unter dem Titel "Schiklub des Vereins Bergsöhne Telfs" die Schifahrer zu sammeln.

Der Anschluss an den schon bestehenden Österreichischen Schiverband wurde angestrebt. Über die Beitragszahlen kamen die Vorstandsmitglieder ebenso schnell überein. Die echten "Bergsöhne" mussten nur 3,50 Schilling berappen. Die Nichtmitglieder des alpinen Vereins mussten 2,00 Schilling Regiebeitrag dazulegen. Um möglichst viele anzusprechen, wurde ein Werbeplakat angeregt. Die Bergsöhne sagten den einfachen Schiklubmitgliedern außerdem den freien Zutritt und die freie Nächtigung in der Bergfriedhütte zu. Der Schiklub Telfs war somit gegründet. Am 12. Feber 1933 hatte der Klub seine erste organisatorische Bewährungsprobe. Er veranstaltete einen sogenannten Werbefahrtslauf auf der Strecke Alpl-Straßberg. Knapp ein Monat später, am 5. März, gab es den ersten Abfahrtlauf des Schiklubs. Die Herren starteten in Hintereggen und fuhren bis Strassberg ab. Die Damen, ja sie waren jetzt plötzlich mit von der Partie, stürzten sich auf einer verkürzten Strecke vom Alpl ins Rennen.

Ein Jahr nach der Gründung hielt man verantwortungsbewusst die Jahresvollversammlung, diesmal beim Rösslwirt, ab. Max Wackerle wurde wieder zum Obmann gewählt. Besonders gelobt wurde der Klubkassier Albert Heigl. In einer Chronik steht vermerkt, dass er mit dem Geld "sehr haushälterisch umzugehen verstand". Viel Mühe verwendeten sie in jenen Jahren, die Abfahrt aus dem Alpl zu verbessern. Zusätzlich setzte man sich mit dem Forstamt in Verbindung, um über den Bau einer Abfahrt über den Zimmerberg zu verhandeln. Publikumszuspruch erwartete sich das Mitglied Max Stern vom Schispringen und regte den Bau eines Sprunghügels an. Die Verwirklichung der Idee scheiterte allerdings am Geld. Am 24. Feber 1935 ist erstmals von einem Telfer Schiball die Rede. Nach der Preisverteilung des Strassberg Abfahrtlaufs schwangen Burschen und Mädchen im Gasthaus zur Post das Tanzbein.

Es war nicht immer nur Sport, der die Telfer Schifahrer begeisterte. Von Politik ist in einer Aufzeichnung auch die Rede. Konrad Aeberli, einer der alten Telfer Schikanonen, notierte zu diesem heiklen Thema Anfang 1935 bei einer Vollversammlung: "Zum Schlusse erfolgte eine dringende Ermahnung an alle Mitglieder, auf den Bergen überhaupt, und in unserer Hütte im besonderen, alle politischen Gespräche auszuschalten, denn man soll da oben Frieden finden. Nicht aber eine Fortsetzung des derzeit den grauen Alltag beherrschenden politischen Kampfes. Berg Heil!

Bis zum Winter 1938/39 veranstaltete der Klub dann regelmäßig Rennen im Alpl und einen verbandsoffenen Abfahrtlauf vom Hocheder. Am 17. Jänner 1937 sah Telfs den ersten Torlauf. 50 Torstangen wurden angeschafft. Die Zuschauer wurden erstmals zur Kasse gebeten: 30 Groschen war der Eintrittspreis. Schulleiter Anton Föger dachte im März 1937 an die Anlegung einer Vereinschronik und spendete dafür zwei Schilling.

Nicht nur Sportliches und Heiteres begleiteten die Gründerjahre des Schiklub Telfs. Zwei seiner engagiertesten Mitglieder verloren ihr Leben in den Bergen. Peter Fankhauser starb in der Nacht vom 26. Dezember 1936 in einer Lawine nahe der Neuburger Hütte. Für beide Klubkameraden organisierte der Verein ihnen zu Ehren Gedächtnisläufe. Die schwierigste Zeit kam auf den Schiklub Telfs mit der Mobilmachung 1939 zu. Schon im August 1938 hatten sich die Mitglieder nicht mehr darüber einigen können, ob man zum Reichsbund für Leibesübungen beitreten solle oder nicht. In der Kriegszeit erlöschte das Vereinsleben gänzlich. Einige der Vereinsmitglieder blieben im Krieg, darunter auch Alois Rehacek, einer der Gründer des Schiklub Telfs.

Kaum waren die schwersten Wunden des Krieges geheilt, meldete sich in Telfs wieder der Sportgeist. Acht Aufrechte trafen sich mitten im Sommer, am 23. August 1946, im Gasthaus zum Rössl, um dem Schiklub Telfs im nächsten Winter wieder auf die Bretter zu verhelfen.
Die Mannen um Hermann Kuen gingen die Sache gleich mit Schwung an: die Satzungen wurden neu gefasst (die"Bergsöhne wurden aus dem Vereinstitel genommen), ein neues Schiklubzeichen entworfen. Sogar an die Rückforderung des Vereinsvermögens aus dem 28er Jahr wurde gedacht. Der wiederauferstandene Verein war wohl der wahre Erbe. Zu erben gab es allerdings nichts. Nach dem Krieg und der Wahl Hermann Kuens zum neuen Obmann luden die tatendurstigen Telfer den Seefelder Schi-Matador Toni Seelos ein, um seinen Rat über die Hochederabfahrt zu hören. Von ihm kam dann auch der Vorschlag die Piste weiträumiger anzulegen. Bis dieses vorhaben verwirklicht werden sollte, bedurfte es zäher Verhandlungen mit dem Kloster Pfaffenhofen und den anderen Grundeigentümern. Das erste Nachkriegsrennen fiel auf den 17. Jänner 1947. Am 9. Feber trug der Schiklub den traditionellen Peter-Fankhauser-Gedächtnislauf als alpine Kombination aus. In Telfs war der Schisport wieder erwacht.

Geld sprudelte überraschend viel in die Vereinskasse. Am 14. Juli ging ein wahrer Spenderregen auf den Kassier Walter Auer nieder. 1.410 Schilling, zu dieser Zeit ein kleines Vermögen, gingen ein. Die Firmen Schindler und Pischl griffen etwas tiefer in die Tasche. Eine Frau, Zorzi Olga, ließ ebenfalls für die Schifahrer 100 Schilling springen. Der Beschluss des Ausschusses über die Verwendung des Geldes erinnert schon an heutige Zeiten: Das derzeitige Barvermögen solle möglichst bald umgesetzt werden z.B. in Preise für kommende Rennen. Spendable zeigte sich sogar ein Besatzer. Der Herr Kommandeur der französischen Besatzungstruppen stiftete 50 Schilling, heißt es in einer handgeschriebenen Chronik. Im Sommer 1947 war das Vereinsleben besonders rege. Eine Sitzung jagte die andere. Ein erstes Oberländer Jugendrennen wurde abgehalten. In Wien bestellte man 200 Abzeichen. Mit den Grundbesitzern wurde laufend verhandelt. Mit der Gestaltung des Torlaufhanges setzte man sich auseinander. Aus der Hochederabfahrt wurden 280 Stöcke und 20 Felsen gesprengt. Die Vollversammlung am 10. September 1947 war geradezu überlaufen. Nach den Jahren trister Politik und deren verheerenden Kriegsfolgen stürzten sich die Telfer in unpolitisches Vereinsleben.

Zu einem in der Chronik erstmals vermerkten Austritt kam es am 10. Dezember 1947. Erich Sailer wechselte zum Schiklub Seegrube, weil die Telfer nicht in der Lage waren, ihn bei seinen Renneinsätzen finanziell zu unterstützen. Der talentierte Rennläufer wurde mit einem Schi Heil verabschiedet.

Kurz nach dem Drei-Königstag 1949 erinnerte sich der Klub der Leistungen der Telfer Schipioniere und überreichte 15 Männern und Elsa Handle die neu geschaffene Ehrenurkunde. Obmann Hermann Kuen würdigte in einer kleinen Festssprache im Gasthof Traube ihre Leistungen für den weißen Sport. Nach der Ära Kuen folgt Kurt Aeberli jun., der allerdings nur ein kurzes, dafür aber umso lautstärkeres Gastspiel gab. Der Obmann Hans Schweigl brachte wieder Ruhe in den Verein und er führte den Klub aus den Turbulenzen heraus. Man widmete sich wieder intensiv dem Sport.

Über Max Föger und Langzeit-Obmann Herbert Schreier kommt der Schiklub Telfs in die wirtschaftlich erfolgreichen 60er und 70er Jahre. Die Rennen liefen programmgemäß. Neben einem Schiklub-Kränzchen kam es zu einem Schiball nach Ostern. Rührige Vereinsmitglieder unternahmen Ausflüge in die Schweiz oder nach Südtirol. Neben den sportlichen Aufgaben ging es gesellschaftlich ganz munter zu. Als Riesentorlaufstrecke wurde die Flanke beim heutigen Mundelift entdeckt. Um das sportliche Interesse bei den Telfern noch mehr zu wecken, wurde gemeinsam mit dem TWV Telfs ein Schi-Schwimm-Kombination ins Leben gerufen, die zu einer der traditionsreichsten und beliebtesten Telfer Sportveranstaltungen werden sollte. Der Telfer Schitag brachte die nichtorganisierten Schifahrer an den Start. 1966 gab es beispielsweise beim Rennen auf den Pischl-Wiesen 204 Teilnehmer.

Unter Obmann Walter Raab wurde die Jugendarbeit forciert, Nachttorläufe veranstaltet und dem Schilanglauf vermehrt Augenmerk geschenkt. Schon 1967 und 1968 zeigt sich, dass der Telfer Schiklub mit geeigneten Trainingsmöglichkeiten zu kämpfen hat. Die Schlagzeilen aus diesen Jahren lauteten: "SK TELFS: Training ohne Abfahrtspiste. Erfolge und Trainingsschwierigkeiten beim Schiklub Telfs." Die engagierte Funktionärsarbeit konnte sich kaum in erhoffte Leistungen niederschlagen, weil kein ideales Trainingsgebiet zur Verfügung stand. Einen Österreichischen Meister stellte der Schiklub Telfs bereits 1967: Helmut Heiseler eroberte gleich mehrere Titel in der Versehrtenklasse. Er hat würdige Nachfolger gefunden. Viel später sollte Christian Minatti die Kastanien für Telfs aus dem Feuer holen. Der Jus-Student sicherte sich 1982 bei den Österreichischen Nordischen Schimeisterschaften über 30 Kilometer die Goldmedaille. So ging der Schiklub Telfs nach einer wechselvollen Geschichte unter Obmann Heinz Gamsjäger in das 50er-Jubeljahr. Dieser Rückblick war besonders der Frühzeit der Telfer Schigeschichte gewidmet. Er sollte daran erinnern, wie die Pioniere dem Schisport in Telfs zum Durchbruch verholfen haben. "Schi Heil"!

Bei der Jahreshauptversammlung 1978 im Gasthof Hohe Munde gab es große Unstimmigkeiten unter den regierenden SK Funktionären. Niemand wollte den Klub weiterführen. Die Auflösung stand im Raum. Der anwesende Bürgermeister Helmut Kopp sprach letztlich ein Machtwort und schlug den schibegeisterten Jungunternehmer Heinz Gamsjäger als Obmann vor. Dieser traute sich gar nicht nein zu sagen, da seine Frau Annemarie dem Bürgermeister versicherte: Um Gottes Namen soll er halt den Obmann machen ....... und die schier endlose Geschichte über 17 Jahre Obmannschaft für Heinz Gamsjäger hatte begonnen.

Gamsjäger bildete aus Freunden und Eltern hoffnungsvoller Nachwuchsrennläufer einen unerschütterlichen Ausschuss, welcher bis auf wenige Ausnahmen die ganzen 17 Jahre wie Pech und Schwefel zusammenhielt. Der Klub wurde zum technischen und materialmäßig modernsten Schiklub aller Bezirk Innsbruck Nord Vereine aufgerüstet. Die treibende Kraft war Sportwart Monz Luggi, welcher auch als Kindertrainer fungierte und förmlich von den kleinen Rennläufern geradezu vergöttert wurde. Monz Luggi hatte das Internationale Zwergerlrennen aus der Taufe gehoben, welches sich zum größten Kinderrennen Österreichs entwickelt hat.

Ein staatl. geprüfter Alpintrainer wurde mit Martin Kuprian verpflichtet und ab diesem Zeitpunkt ein regelmäßiges Winter-und Gletschertraining durchgeführt. Der Erfolg ließ auch nicht lange auf sich warten: Bezirkscup und Mundecup Gesamt-und Einzelsiege wurden laufend erzielt. Unsere Kaderläufer: Nina Trois  - Kathrin Holzer - Matthias Dietl - errangen Staatsmeistertitel und Tiroler Meistertitel in den Schülerklassen.

Obmann Heinz Gamsjäger sah seine Hauptaufgabe hauptsächlich im Breitensport, um den Kindern und Schülern eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung zu bieten, um sie von der Straße fernzuhalten. Selbstverständlich wurden auch jene Eltern unterstützt, welche ihre Nachwuchsläufer dem Spitzensport zuführen wollten, indem die Klubtrainer diesen Sportler so vorbereiteten, dass er/sie die Aufnahmeprüfung zum Schigymnasium oder zur Schihauptschule bestehen konnten.

Wir hatten lediglich zwei Hauptsponsoren: Die Raika Telfs und die Marktgemeinde Telfs, welche uns mit bescheidenen Geldmitteln unterstützten. Auch um Subventionen vom Land und ASVÖ wurde regelmäßig angesucht. Alle übrigen Mittel für Anschaffungen wurden von privaten Gönnern wie der Familie Konschake und über Eigeninitiative der SK Funktionäre aufgebracht.

Die modernste Cumputer Zeitmessanlage der Firma Alge wurde wie folgt finanziert: Wir ersuchten 15 Telfer Vereine einen Beitrag von je 1.000.-- Schilling zu bezahlen, sodass der Schiklub diese Anlage kaufen könne. Die Funktionäre vom SK Telfs verpflichteten sich im Gegenzug die Zeitmessung bei deren Veranstaltungen kostenlos zu machen. Wir Zeitmesser waren dann auch laufend im Sommer unterwegs um unsere Verpflichtungen bei Straßenläufen, Motocrossrennen, und vielen anderen Veranstaltungen einzulösen.

Selbstverständlich wurden auch unsere eigenen Veranstaltungen wie Bezirksmeisterschaften, Mundecup, Internat. Zwergerlrennen, Vergleichskampf, Telfer Schitag, Schi/Schwimm Kombination, Klubmeisterschaften Alpin und Nordisch mustergültigst durchgeführt.

Auch der gesellschaftliche Teil wurde in der Ära Gamsjäger gepflegt: Neben dem jährlichen Schiklubausflug gab es im Herbst immer das Schiklubwotschelen im Alpl. Auch die 50 und 60 Jahrfeier mit viel Prominenz aus Sport, Wirtschaft und Politik mit all den Mitglieder-und Funktionärsehrungen wurden genüsslich gefeiert, denn da schaute jedesmal ein schöner Geldbetrag für die Klubkasse heraus.

Nach 17-jähriger Obmannschaft von Heinz Gamsjäger war man auf der Suche nach einem neuen Obmann. Kurz vor der Jahreshauptversammlung im Dezember 1995 kam Heinz Gamsjäger und einige altgediente Funktionäre in den Gasthof Dorfkrug in Mösern um den Chef Josef Trois zu überreden den Obmann des Schiklub Telfs zu machen. Nach langem hin und her hatte man seine Zustimmung und somit einen neuen Obmann. Da er im kleinen Weiler von Telfs (Mösern) wohnte, hatte er bedenken nicht genügend Unterstützung für die vielen Veranstaltungen des Schiklub Telfs zu bekommen. Das sich dann auch leider bewahrheitete! Denn schon bei der Vorbereitung der ersten Veranstaltung, dem Telfer Schitag, waren mit dem langgedienten Obmann Heinz Gamsjäger und Edi Witsch nur zwei Helfer vor Ort, dazugestoßen ist dann auch noch Franz Klieber, welcher den Kurs setzte. Obmann Trois machte seinen Unmut laut und wie durch ein Wunder kamen am Tag des Rennens wieder alle altgedienten Mitglieder des Schiklub Telfs um mitzuhelfen. Der Schitag ging problemlos über die Bühne und alle waren erleichtert.

Luggi Monz, der jahrelang den Sportwart im SK Telfs machte, hatte immer gute Arbeit geleistet, war jedoch auch amtsmüde geworden und daher musste auch für ihn ein Ersatz gesucht werden. Helmut Krismer übernahm dieses Amt für ein Jahr. Sein Nachfolger wurde Gerhard Sporer.

Zurückblickend auf die erste Saison 1995/96 war nur Martin Kuprian Trainer des SK Telfs. Man versuchte noch zusätzliche Trainer aus den eigenen Reihen zu suchen und mit Franz Klieber und Christl Tschabitscher wurde man auch fündig. In der Saison 1996/97 ging es dann wieder mit der Trainerbesetzung los, keiner wollte so richtig. Als der Obmann sagte für gutes Geld würde man auch Trainer von der Sportuni Innsbruck bekommen, war es möglich etwas Druck auszuüben. Und schon waren mit Adriano Hirber, Franz Klieber, Jürgen Kriegelsteiner, Melanie und Nina Tschabitscher und Nina Trois Trainer zur Stelle und man konnte von den Kleinsten bis zu den Schülerläufern das Training abdecken.

Neben der größten Veranstaltung, dem Zwergerlrennen, schwebte dem Obmann immer eine Veranstaltung mit großem Rahmenprogramm vor. Er arbeitete ein Veranstaltungskonzept aus, welches er dem Vorstand präsentierte. Er konnte den Vorstand überzeugen, der auch sofort zustimmte.

In diese Veranstaltung war auch der Tourismusverband Telfs-Mösern integriert, welcher für die Bewerbung und Drucksorten zuständig war. Man richtete Anfang Februar 1997 die 1. Internationalen Damenschitage aus. Die Teilnehmerzahl hielt sich in Grenzen, man konnte aber das volle Rahmenprogramm im 1000 Mann-Festzelt mit der bekannten Musikgruppe „Die Trenkwalder“ sowie einigen Promigästen z.B. dem Schauspieler Harald Krassnitzer und Dank der vielen Sponsoren (TVB Telfs-Mösern, Casino Seefeld, Föger Wohnen, Sport Maurer, Adambräu Bier, Tiroler Zeltverleih, Waldhart Öl, Elektro Eibl) positiv mit ATS 12.000,-- abrechnen. Seit dieser Zeit konnte der Obmann und sein Stellvertreter Hans Ortner mit Stolz feststellen, dass es nun gelungen ist „Alt und Jung“ im Schiklub Telfs zu vereinen.

In dieser Zeit begann man auch mit dem Bau der Vereinshütte des SK Telfs auf der Seewaldalm. Mit viel Eigenleistung und Dank handwerklich begabter Mitglieder, wie z.B. Edi Witsch, Franz Oberleitner (Zillertaler), Manfred Stubler, Hubert Riener, Jürgen Kriegelsteiner, Herbert Kriegelsteiner (Blondi) ist es dem Schiklub Telfs gelungen durch die Zustimmung der Gemeinde eine schmucke Schiklubhütte zu erbauen.

In der Saison 1998 hatte man auch mit Kathrin Holzer eine Läuferin die im Weltcup starten durfte. Der Schiklub Telfs funktionierte wunderbar. Man hatte pro Winter bis zu zehn Veranstaltungen auszurichten über Mundecup, Kinder- und Schüler- Bezirkscup, Telfer Schitag, Schülerrennen der Volksschulen Telfs, Schi-Schwimm-Kombination, Möserer Saisonschlussrennen bis hin zum Internationalen Zwergerlrennen.

Als selbständiger Gastwirt war es für Josef Trois immer schwierig jedes Wochenende soviel Zeit aufzubringen und er sah, dass sehr viele Junge mit Begeisterung dem Schiklub Telfs gegenüberstanden. Damit sah er auch die Zeit reif für eine Übergabe an den jetzigen Obmann Mag. Michael Mayr.

Mit dem neuen Obmann Michael Mayr wurde auch der Vorstand neu besetzt und auf 13 Personen festgelegt. Obmannstellvertreter Hannes Seiser überarbeitete die Statuten und brachte diese auf den neuesten Stand. Die ersten zwei Jahre waren nicht einfach, da durch das Racingteam, der Schiklub in zwei Lager gespalten war. Es dauerte einige Zeit bis alle wieder eine Einheit bildeten.

Zum 70-jährigen Jubiläum 2003 organisierte der Schiklub einen Sportlerball im Rathaussaal, der zu einem großen Erfolg wurde. Danach konnte Kassier Toni Trenkwalder seit Jahren wieder ein Plus am Vereinskonto melden.
Die Anzahl der Rennen stieg von Jahr zu Jahr an. Es wurden FIS-Rennen, große Schülerrennen (z.B.: Vergleichskampf Bayern-Tirol-Südtirol 2006 und 2009) und viele Kinderrennen (Kuds-Cup usw.) organisiert.
Heinz Gamsjäger, Ehrenmitglied des SK-Telfs, gründete das Erwachsenen-Training, welches einmal pro Woche mit gutem Anklang stattfindet.

Auch auf baulicher Ebene tat sich einiges. Nach dem Neubau einer Zeitnehmungshütte und dem Zubau des Klubhauses wurde zum 75- jährigen Jubiläum 2008 eine Begegnungsstätte des Sports errrichtet. Dekan Bernhard Kranebitter (Mitglied des SK-Telfs)  weihte diese am 9. November 2008 feierlich ein.

Auch sportlich wurden viele Erfolge gefeiert und die Bezirksmannschaftswertung bei den Bezirkscups einige Male gewonnen.
Nach Gründung des nordischen Bereiches durch Alois Lipburger im Jahre 1994 wurde diese durch den jahrelangen Einsatz von Werner und Roswitha Becker vorbildlich geführt. Bei der Jahreshauptversammlung 2009 wurde dieser Sektor jedoch ruhend gelegt und der Vorstand dadurch wieder auf 11 Personen reduziert.


 

made by mediawerk